First Impressions
Since we’re back in Mexico many people have asked us: „So, how was Cuba?“. And it’s so difficult to sum it all up without just saying „Great, it’s a place like no other“. I guess it’s the same with any country but it feels more difficult this time.
So I thought I start by writing down the things we noticed in the first couple of days in Havana, before getting used to them.
The first thing that struck us was how beautiful the people are. I don’t wanna sound superficial, but the physical appearance of the majority is just stunning. And even though many people don’t have a lot of money to spare, they dress nicely and fashionable and mind how they look. That totally reflects the inner beauty of the people. Cubans must be the most outgoing and open people I have ever met. It is so easy to get in contact with people on the streets, everyone seems to have interest, time and patience to get involved in a conversation. And they are willing to tell you their whole life story if your willing to listen. And their stories are so interesting that you of course always want to hear them. We have talked to many elderly people too, who not only can tell us all about the revolution but also know the life before socialism. Sometimes we felt like sponges soaking up all the information and stories. But more about that later.
Strolling through Havana feels great and only after a while you start noticing why. There is hardly any traffic, besides on the main roads. The alleyways of Havana Vieja (Old Town) and Centro Havana (the adjacent area, that’s where we stayed) are populated by people on foot, bike-taxis, cargo bikes and the occasional horse carriage. So many pedestrians walk in the streets and not on the narrow sidewalks and it’s totally safe to do so. You would think that air pollution is non-existent, but the cars that are in the streets are generally very old and many burst out black smoke.
Wherever you look you see very old facades, many of them crumbling down. It’s still possible to imagine the colonial beauty of long gone days and even though the majority of buildings are run down they exude a unique charm. I don’t want to romanticise it though, because many people live under pretty poor conditions. Sometimes the outside of a building looks still ok, but on the inside ceilings and walls are falling down. Living space is scarce so people keep living in their homes even though they’re in danger of collapsing. You see people on balconies that miraculously still hang up there but might fall down any minute. We had the chance to look inside of some houses and apartments and at first we were a little shocked by bare walls, broken ceilings and spartan furnishing. But the next moment you think, what is it that we really need to live? Especially because live is happening outside in the streets, the parks and the malecon. Irrespective of the day or the hour, crowds of people are out there sharing whatever they have to share, eating, playing chess, playing music and kids playing ball in the streets. I think I’ve never been in a place where there is so much live music. Caribbean sounds can be heard everywhere at any time. I love that. And Cubans are so flirtatious. I’ve been getting so much attention that I didn’t ask for, that doesn’t mean anything and that is still kinda nice : ) Even when walking arm in arm with Daniel I get frequent compliments and blown kisses.
Something that’s also very refreshing is the complete absence of advertisement and bulletin boards. No blinking lights, half naked women or perfect looking families on promotional posters. Subconsciously conveyed messages of what people need to be happy are obviously not wanted by a socialist regime. People just go to the stores and buy whatever they think they need or want. That brings me to another sensitive topic – availability of goods. The variety of stores is broad (at least in the cities). You can find many shops that have barely anything to offer to customers. Whatever they have is spread out in the shop windows and displayed in showcases, which sometimes looks a bit bizarre. Shelves are not left empty, they’re just filled up with the same product (unless there is next to nothing to sell). On the other hand there are shopping malls and fashion stores where most things can be bought. And then there are the many many street vendors that sell anything from food to batteries and plastic bags. Yes plastic bags, because in many stores you can not get a plastic bag with you purchases, which I think is great. Except from when I’m in the bakery and want to take home some sweet treats for the guys and have nothing to carry them in. I do have a cotton bag on me all the time, but it seemed not suitable for cupcakes : )
Joey
Erste Eindrücke
Seit wir wieder zurück in Mexiko sind, wurden wir schon öfters gefragt: „Und, wie war Kuba?“ Und es ist ganz schön schwierig das zusammenzufassen ohne zu sagen: „Super – es ist wirklich ein Land wie kein anderes“. Das ist wahrscheinlich bei jedem Land so, aber mir fällts diesmal besonders schwer. Deshalb habe ich gedacht, schreib ich mal ein paar erste Eindrücke auf, Dinge die uns in den ersten Tagen aufgefallen sind, bevor wir uns dann an sie gewöhnt haben.
Das erste was uns umgehauen hat, ist wie schön die Menschen sind. Ich will nicht oberflächlich klingen, aber die physische Erscheinung der meisten Kubaner ist einfach umwerfend. Und obwohl viele Leute nicht viel extra Geld haben, was sie in Kleidung stecken können, sind die meisten sehr gut und modisch gekleidet und legen sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Und das reflektiert total die innere Schönheit der Menschen. Die Kubaner müssen die aufgeschlossensten und offensten Leute sein, die ich je kennengelernt habe. Es ist so einfach mit jemanden in Kontakt zu kommen und jeder schein Interesse, Zeit und Geduld für ein Gespräch zu haben. Und sie sind bereit einem ihr halbes Leben zu erzählen wenn man selber bereit ist zuzuhören. Und die meisten Geschichten sind so interessant, dass man natürlich immer zuhören will. Wir haben auch mit sehr vielen älteren Leuten gesprochen, die uns nicht nur alles mögliche über die Revolution erzählen konnten, sondern auch noch die Zeiten vorm Sozialismus kannten. Manchmal haben wir uns wie Schwämme gefühlt, die alles aufsaugen. Aber dazu später mehr.
Durch Havana zu schlendern fühlt sich super an und man merkt erst nach einer Weile, woran das liegt. Es gibt kaum Verkehr auf den Straßen, mal von den Hauptstraßen abgesehen. Die Gassen von Havana Vieja (Altstadt) und Centro Havana (der angrenzende Bezirk, da haben wir gewohnt) werden bevölkert von Fußgängern, Fahrradtaxis, Lastenfahrrädern und dem gelegentlichen Pferdekarren. Viele der Passanten laufen auf den Straßen anstatt auf den schmalen Fußwegen und müssen sich keine Gedanken machen dabei überfahren zu werden. Man könnte denken die Luftverschmutzung hält sich dadurch in Grenzen, aber die Autos die rumfahren sind in der Regel ziemlich alt und pusten teilweise schwarzen Rauch aus ihren Auspuffen.
Überall wo man hinschaut sieht man alte Fassaden deren Schönheit aus längst vergangenen kolonialen Zeiten man noch erahnen kann. Und auch wenn sie jetzt an jeder Ecke abbröckeln versprühen sie immer noch einen einmaligen Charme. Ich will die Sache jetzt aber nicht romantisieren, denn viele Bewohner Havanas leben unter sehr schlechten Bedingungen. Manchmal sieht ein Gebäude von außen noch ganz ok aus, aber wenn man dann hineinschaut sieht man eingestürzte Decken und kaputte Wände. Wohnraum in der Stadt ist knapp und so leben Menschen eben weiterhin in ihren einsturzgefährdeten Wohnungen. Manchmal sieht man jemanden auf einem Balkon stehen, der auf wundersame Weise noch an der Fassade hängt, aber jeden Moment abstürzen könnte. Wir hatten ein paar Mal die Gelegenheit in Häuser und Wohnungen hineinzugehen. Im ersten Moment waren wir ein kleines bisschen schockiert von den unverputzten Wänden, eingefallen Decken und der spartanischen Einrichtung. Aber dann drängt sich die Frage auf, was braucht man denn eigentlich zum Leben? Vor allem, wenn das Leben mehr draußen als drinnen stattfindet, in den Straßen, den Parks und am Malecon. Egal an welchem Wochentag oder zu welcher Uhrzeit sind massig Menschen unterwegs um zu teilen was sie zu teilen haben, zum essen, zum Schach spielen, zum musizieren und Kinder spielen Ball auf den Straßen. Ich glaub ich hab noch nie soviel Livemusik auf einmal gehört. An jeder Ecke und zu jeder Tageszeit kann man karibische Sounds genießen. Find ich super. Und die Kubaner flirten gerne. Ich hab so viel ungewollte, bedeutungslose und doch nette Aufmerksamkeit bekommen wie schon lange nicht mehr. Selbst wenn ich Arm in Arm mit Daniel spaziere bekomme ich regelmäßig Komplimente und Luftküsschen.
Etwas anderes was ich auch sehr erfrischend finde ist die komplette Abwesenheit von Werbung und Werbetafeln. Keine blinkenden Lichter, keine halb-nackten Frauen und keine perfekt aussehenden Familien auf Plakaten. Unterbewusste Botschaften die suggerieren was man alles braucht um glücklich zu sein sind in einem sozialistischen Land logischerweise nicht gewollt. Stattdessen gehen die Leute in den Laden und kaufen das was sie denken zu brauchen und zu wollen. Das bringt mich zu einem weiteren sensiblen Thema – die Verfügbarkeit von Waren. Das Angebot an Läden ist sehr vielfältig und umfasst die ganze Bandbreite. Man sieht viele Geschäfte die fast nichts im Angebot haben. Das was es gibt wird sorgfältig über den kompletten Schaukasten oder das ganze Schaufenster verteilt, was manchmal etwas bizarr anmutet. Die Regale bleiben nicht leer sondern werden einfach mit dem selben Artikel vollgestellt, es sei denn, es gibt wirklich fast überhaupt nichts zu verkaufen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch moderne Einkaufspassagen und Modegeschäfte, wo es eigentlich alles zu kaufen gibt. Na und dann sind da noch die vielen, vielen Straßenverkäufer, bei denen man alles von Essen zu Batterien und Plastiktüten erwerben kann. Ja Plastiktüten, den die gibts in den seltensten Fällen am Ende des Einkaufs, was ich ziemlich gut finde. Außer wenn ich beim Bäcker was Süßes für zu Hause kaufen will und nichts habe um es zu transportieren. Ich habe natürlich meinen Stoffbeutel immer dabei, aber der schien mir ungeeignet für Cremetörtchen : )
Joey




















