Day 406-407
Hello Nicaragua!
We’re finally here, in one of the countries I’ve been really looking forward to coming back to. 2,5 hours of border crossing went very relaxed. While on the El Salvador-Honduras boarder we had to deal with a ridiculous amount of photocopies of every document, the nicaraguan authorities made us go through a ridiculous amount of procedures. Obviously we had to get visas for ourselves and temporary import permits for the bikes. But we also had to get our temperature measures (to make sure we’re not sick), had to have the bikes sprayed with whatever it is to disinfect them (I still believe it’s just for making money and the actually spray water). Just when we thought we were good to go, a couple of police officers stopped us and requested a mandatory insurance. So we went to get that and had all our papers checked again twice by important people before we actually could go.
Upon entering Nicaragua everything felt so nice. It seemed to be more beautiful, the road was awesome and it was very clean and tidy. The climate was bearable, not as hot as we were afraid it would be, but this could be because the sun was starting to go down already. I wonder how much of this emotional state was just psychological because we knew that we had just entered the safest country in Central America.
Several people have told us to obey the traffic rules in Nicaragua, especially not overtaking with a solid line. Apparently the police is always watching. They hide somewhere where they can see you from afar and where you can’t see them. Then they jump out of the bushes and make you pay a heavy fine. Or something like that. And it really seems like everyone is acting accordingly. So far no speeding and risky overtaking in unclear spots. And people are very considerate. For example slower vehicles move over far enough so people can pass them (on a bike that sometimes even works without touching the solid line : ). This is very refreshing after the complete traffic chaos of the countries we’ve just been through. Just the suicide cows, horses and dogs are still the same like everywhere and start crossing the road at exactly the worst moment they could choose. We’ve been getting very used to riding as we please and it certainly is a big adjustment to make. We have to keep reminding ourselves that we’re practicing “how to ride in Germany” now. I do prefer it this way though. I’ve been noticing how tense I was lately when riding and I wasn’t really enjoying it too much. The thing is, having to pay 200% attention all the time and anticipating stupid moves by any given traffic participant at any given time really wears you out. In addition to that massive amounts of potholes and heat don’t make for an enjoyable riding day. Anyways, it’s seems to be a lot different here and let’s hope it stays that way.
First stop in Nicaragua is Somoto that has a beautiful canyon and pretty mountain scenery. We camped by the side of a river that runs little water at the moment. We were sitting in front of the tent eating pasta when the sun set and an incredible nature-noise concert started. Main act we’re three or four frogs that croaked so loudly they sounded like they’re at least the size of a dog. Several insects joined in and every now and then a donkey and some dogs put in a guest performance. I love camping!
Joey
Tag 406-407
Hallo Nicaragua!
Wir sind endlich hier, in einem der Länder wo ich mich besonders drauf gefreut habe zurück zu kommen. Die 2,5 Stunden an der Grenze sind ziemlich entspannt abgelaufen. Während wir uns an der Grenze zwischen El Salvador und Honduras mit lächerlich vielen Kopien aller Dokumente rumschlagen mussten, haben sich die nicaraguanischen Autoritäten lächerlich viele Schritte ausgedacht die ein Grenzüberquerer durchlaufen muss. Visas für uns und temporäre Importgenehmigungen für die Bike sind schon klar. Aber dann mussten wir auch noch unsere Temperatur messen lassen (damit wir auch ja nicht krank einreisen) und die Motorräder mit irgendeinem Zeug absprühen lassen um sie zu desinfizieren (ich bin immer noch der Meinung das ist nur Geldmache und die sprühen eigentlich bloß Wasser). Und als wir gerade dachten wir wären durch alles durch stoppten uns ein paar Polizisten und wollten die für alle obligatorische Versicherung sehen. Also haben wir noch eine Versicherung gekauft und mussten all unseren Papierkram dann noch zwei Mal sehr wichtigen Menschen präsentieren bevor wir endlich fahren durften.
Als wir nach Nicaragua rein fuhren fühlte sich auf einmal alles so gut an. Es schien schöner hier zu sein, die Strasse war in Top Zustand und alles war so sauber und aufgeräumt. Und es war auch gar nicht so heiss wie wir befürchtet hatten, aber das lag vielleicht auch daran, dass die Sonne sich schon langsam Richtung Horizont bewegte. Ich frag mich wie viel von dieser Gefühlslage rein psychologisch war durch das Wissen verursacht, dass wir gerade das sicherste Land in Zentralamerika betreten haben.
Viele Leute haben uns geraten uns hier an die Verkehrsregeln zu halten und vor Allem nicht bei durchgezogener Linie zu überholen. Scheinbar ist die Polizei hier immer auf der Lauer. Die verstecken sich irgendwo wo sie einen gut sehen können und man sie nicht. Dann springen sie aus dem Busch und drücken einem ne fette Strafe auf. So, oder so ähnlich. Aber es macht wirklich den Anschein, dass sich alle dementsprechend verhalten. Bisher gab’s weder Raser noch gefährliche Überholmanöver an unübersichtlichen Stellen. Und die Fahrer sind sehr rücksichtsvoll. Zum Beispiel fahren langsamere Fahrzeuge soweit rüber, dass man problemlos überholen kann (auf dem Motorrad sogar ohne die durchgezogene Linie zu berühren : ). Nach dem kompletten Verkehrschaos in den vorangegangenen Ländern ist das ziemlich erfrischend. Nur die lebensmüden Kühe, Pferde und Hunde sind gleich geblieben und suchen sich auch hier stets den ungünstigsten Moment aus um die Straße zu überqueren. Wir haben uns schon ziemlich daran gewöhnt so zu fahren wie wir gerade Lust haben, es ist also eine ganz schöne Umstellung. Wir müssen und ständig selbst daran erinnern, dass wir jetzt „wie in Deutschland fahren“ üben. Ich bevorzuge das natürlich auch dem Chaos. In der letzten Zeit war ich beim Fahren immer sehr angespannt und hab’s nicht so richtig geniessen können. Wenn man sich immer 200% konzentrieren muss und zu jeder gegebenen Zeit Blödheiten von jedem beliebigen Verkehrsteilnehmer vorhersehen muss, schlaucht das ganz schön. Und die Unzahl von Schlaglöchern und die Hitze machen es auch nicht gerade besser. Aber wie auch immer, hier scheint der Verkehr um einiges besser zu sein. Hoffen wir mal, dass das so bleibt.
Unser erstes Ziel in Nicaragua ist Somoto. Dort gibt’s einen Canyon und wunderschöne Berglandschaften zu bestaunen. Wir zelten am Ufer eines Flusses der momentan sehr wenig Wasser führt. Wir saßen vor unserem Zelt und aßen Nudeln als die Sonne unterging und ein unglaubliches Naturkonzert begann. Haupt-Act waren 3 oder 4 Frösche die so laut quakten dass man denken könnte sie sind mindestens so groß wie Hunde. Diverse Insekten stimmten mit ein und zwischendurch gaben ein Esel ein paar Hunde einen Gastauftritt. Ich liebe Camping!
Joey









