Day 253-358 - Easter Craziness
We finally made it to Antigua, just in time to not miss the culmination of the easter celebrations on good friday. What is happening these days in the city just absolute craziness. I’ll try to explain the whole thing in a few sentences.
Ash wednesday is as known the beginning of the 40-day Lent , the so-called „cuaresma“ during which penance is done. That’s when the weekly processions and special church services start to take place. On Palm Sunday begins the “Semana Santa”, the holy week and most important time of the liturgical year. In the course of this week the passion of christ is commemorated and depicted during the daily processions and through the costumes of the participants. Every day a different one of the countless churches is starting point of the processions that are organised by the associated parish (hermanidad). The faithful march up to 6 hours through the city along a predetermined route. The narrow streets are shrouded with clouds of incense, which gives the whole thing a very mystical touch. Groups of residents create in long hours and with great precision floral carpets (which consist largely of colored sawdust) in the cobbled streets. The so-called “Alfombras” are often completed shortly before the arrival of the procession and are thus shortly after completion trampled and destroyed by the same. A rather volatile art.
If one knows the bible a bit, it is easy to recognise the various stories and stations of Jesus’ life on the huge wooden platforms that are dragged around by 50 or more people. To be honest, I had my difficulties. The illustrated bible stories and their presenters are always accompanied by a marching band playing depressing music and a vanguard of numerous parishioners in disguise.
On Good Friday during the commemoration of the crucifixion purple robes were the dominant outfit like during the entire Lenten season and many “Romans” could be seen in the city on foot and on horseback. However, the mourning on easter saturday is conducted entirely in black. Sunday, the day of the resurrection of christ is joyfully celebrated. The participants of the procession wear colourful clothes and funeral marches are replaced by cheerful music. Surprisingly the only „happy“ event of the whole affair seemed much less important than the ordeal and was celebrated with a single procession only and less attendants than on the previous days.
Beforehand we had been a little concerned that the city would be overcrowded and therefor stressful during the holidays. That’s what we had been told by different people. Luckily that was not the case and only the streets where the processions came through got a little crowded with spectators at times. So we could fully enjoy our time there. You can think about religion whatever you want but the easter spectacle in Antigua is quite an impressive experience, even the second time around.
Joey
Tag 253-355 - Osterwahnsinn
Wir haben’s endlich nach Antigua geschafft, gerade noch pünktlich um nicht den Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten am Karfreitag zu verpassen. Was sich in diesen Tagen in der Stadt abspielt ist einfach der absolute Wahnsinn. Ich versuch mal die ganze Sache in ein paar Sätzen zu erklären.
Also, ab Aschermittwoch beginnt ja bekanntermaßen die 40 tägige Fastenzeit/Passionszeit in der Buße getan wird, das nennt sich hier „cuaresma“. Da geht es bereits los mit allwöchentlichen Prozessionen und speziellen Gottesdiensten. Am Palmsonntag dann beginnt die „Semana Santa“, die Heilige Woche und wichtigste Zeit des Kirchenjahres. Im Laufe der Woche wird der Leidensweg Christi nachempfunden und sehr bildlich während der täglich stattfindenden Prozessionen und in den Kostümen der Teilnehmer dargestellt. Jeden Tag beginnen die Prozessionen in einer anderen der unzähligen Kirchen und werden von der jeweiligen Gemeinde (Hermanidad) organisiert. Dann geht es bis zu 6 Stunden durch die Stadt entlang einer vorher festgelegten Strecke. Die engen Gassen werden in einen dichten Weihrauchnebel gehüllt, was der ganzen Sache einen sehr mystischen Touch gibt. In den kopfsteingepflasterten Straßen legen Gruppen von Anwohnern in stundenlanger Feinarbeit Blumenteppiche aus (die zum großen Teil aus gefärbten Sägespänen bestehen). Häufig werden die sogenannten „Alfombras“ erst kurz vor der Ankunft der Prozession fertiggestellt und kurz darauf von selbiger „zerlatscht“. Also eher flüchtige Kunstwerke.
Wenn man sich etwas mit der Bibel auskennt, kann man auf den riesigen Holzplattformen, die von etwa 50 Personen geschleppt werden, die verschiedenen Geschichten und Stationen Jesus’ wieder erkennen. Ich hab mich damit ehrlich gesagt etwas schwer getan. Begleitet werden die Züge von einer Kapelle, die bedrückende Musik spielt und einer Vorhut aus zahlreichen verkleideten Gemeindemitgliedern. Am Karfreitag, an dem der Kreuzigung gedacht wird, wurden wie während der gesamten Fastenzeit lila Roben getragen und viele „Römer“ waren in der Stadt zu Fuß und zu Pferd unterwegs. Die Grabesruhe am Samstag wird hingegen komplett in schwarz begangen. Und am Sonntag wird dann freudig die Auferstehung Christi gefeiert. Die Prozessionsteilnehmer haben bunte Kleidung an und die Trauermärsche werden durch fröhliche Musik ersetzt. Erstaunlicherweise schien das eigentlich freudige Ereignis der ganzen Angelegenheit weitaus weniger wichtig als der Leidensweg und wurde mit nur einer einzigen Prozession begangen und von weniger Zuschauern begleitet als die anderen Tage.
Wir hatten ja ein wenig Sorge, dass die Stadt während der Feiertage total überlaufen und dadurch sehr anstrengend sein würde. Das wurde uns jedenfalls von verschiedenen Seiten gesagt. Dem war aber zum Glück nicht so, nur in den Straßen durch die die Prozessionen zogen sammelten sich die Schaulustigen. Wir konnten also die Zeit dort sehr genießen. Man kann ja über Religion denken was man will, aber dieses Oster-Spektakel ist wirklich ein beeindruckendes Erlebnis, dass mich nun schon zum zweiten Mal sehr begeistert hat.
Joey


























