Day 250-252
There’s not much to report from Cobán. It’s a nice and tranquil town that doesn’t see much tourism and therefore is a bit more “authentic” than the places we have seen so far in Guatemala. We stayed at “Casa Tenango”, a great little hostel with a nice atmosphere, cool staff and space to work on the bikes. So we spend the time fiddling on the bikes, cooking nice meals and hanging out with Ulli and Stephan before we head into different directions again. They’re going west from here and our next stop will be Antigua.
There are three different routes to get to Antigua from Cobán. We opted for one of the smaller routes to avoid holiday traffic and have a more scenic ride with some offroad parts in it. The first part of the trip went pretty well, nice windy roads for a couple of hours before we took a break at a gas station in Salama. Shortly after that the offroad section started. A bus driver we asked told us it should be around 15 km before we hit tarmac again.
They call it “terracería” here, which makes it sound very nice regarding the actual condition of the „road“. Steep angles, loose gravel, sand and rocks of all sizes sticking out. Just like what we had encountered during our ride to Semuc Champey, just worse. Challenging – to say the least. But the beauty of the landscape was well worth it. We climbed way up into the mountains, came through tiny villages with friendly people waving at us and enjoyed some amazing views. The only thing that was a bit strange was that we had already gone a lot more than those 15 km and still hadn’t seen any tarmac. We asked some people for the main road and they told us to just keep going for maybe another hour or so. Mhhmm. Finally after about three hours we reached the main road that had even more twisties on offer. We crossed a little creek over a small bridge that looked just like the one we had used earlier. But only when we passed that same gas station where we took the break, it dawned on me that we had gone in a circle. Three hours offroad in a circle! I couldn’t believe it and was ready to fire my „road captain“. In Daniels defence I have to say that he did all the navigating without any proper maps. But by now it was 5:30 (sun setting at 6:00) and we still had 150 km to go to Antigua. That wouldn’t have been a problem if we hadn’t booked (and payed for) a hostel in advance. We usually don’t do that, but we’re in semana santa (easter week) and everything is pretty booked out weeks prior to the holidays. Of course prices go up during this time and we weren’t keen on loosing the money for the first night. After getting directions for the right route to take, we decided to give it a try. But as if getting lost wasn’t enough yet, Yolanda decided that it was a good moment to cause some trouble herself. She refused to start up. Only two month ago we had fixed the starter engine and got her a new battery, and here we go again.
Daniel push-started the bike and we rode for another hour or so and then decided to not take any chances riding in the dark. We didn’t know what the road was like and riding through Guatemala City at night wasn’t the best idea either. So we chose the first place we came across which was an „Auto Hotel“ which is the spanish cover name for a hotel that rents rooms by the hour. We already know those from Mexico and they’re not the worst option since they offer secure parking (next to the room) which safes the unpacking and repacking, and they are usually very clean.
I have never stayed at a more discreet place, during the whole time there we never got to see any of the staff. There was no reception so we just rode into one of the open garages not really sure what to do next, but we didn’t have to. As soon as we got off the bikes the phone on the garage wall rang, I picked up and we were guided through the procedure. Close the gate, walk up the stairs, push the money through a slot in the door, door opens and closes the staff entry at the same time, order food and drinks via the phone and receive it through a two-way sliding box in the wall. Easy.
Joey
Tag 250-252
Von Cobán gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Es ist ein kleiner, entspannter Ort der nicht all zu viele Touristen sieht und dadurch etwas „authentischer“ ist als die Orte die wir bisher von Guatemala kennengelernt haben. Wir sind im „Casa Tenango“ untergekommen, einem Hostel mit super Atmosphäre, netten Besitzern und Platz um an den Bikes zu arbeiten. Also haben wir die Zeit dort damit zugebracht an den Motorrädern rumzufummeln, leckeres Essen zu kochen und ne schöne Zeit mit Ulli und Stephan zu haben, bevor wir wieder in unterschiedliche Richtungen aufbrechen. Die beiden fahren Richtung Westen und unser nächster Stopp ist Antigua.
Es gibt drei verschiedene Wege um von Cobán nach Antigua zu kommen. Wir haben uns für eine der Nebenstrecken entschieden um dem Feiertagsverkehr zu entkommen und außerdem war sie schöner und teilweise Offroad. Der erste Teil der Fahrt war ziemlich gut, ein paar Stunden schöner gewundener Straße bis Salama, wo wir an einer Tankstelle eine Pause einlegten. Kurz drauf ging der Offroad Teil los. Ein Busfahrer sagte uns es wären etwa 15km bis wir wieder auf Asphalt stoßen würden. Sie nennen die unbefestigten Strassen hier “Terracería”, eine ziemlich wohlklingende Bezeichnung für den Zustand in dem sich die „Straßen“ befinden. Steile Anstiege, loser Schotter, Sand und Steine in allen Größen. In etwa wie das was wir auf dem Weg nach Semuc Champey vorgefunden haben, nur schlimmer. Herausfordernd – um es gelinde auszudrücken. Aber die Schönheit der Landschaft war’s auf jeden Fall wert. Der Weg hat uns ziemlich weit hoch in die Berge geführt, wir kamen durch kleine Dörfchen mit freundlichen winkenden Menschen und Hammeraussicht. Das Einzige was etwas komisch war, war dass wir bereits mehr als 15km gefahren sind und noch immer keine Strasse in Sicht war. Wir erkundigten uns bei ein paar Passanten die uns sagten wir müssten noch etwa eine Stunde weiter „geradeaus“ fahren. Mhhhmm. Nach ca. 3 Stunden hatten wir’s dann endlich zu Straße geschafft die noch mehr schöne Kurven für uns bereit hielt. Wir überquerten einen Bach über eine Brücke, die genauso aussah wie die andere über die wir schon gekommen waren. Aber erst als wir wieder an der Pausen-Tankstelle vorbeifuhren wurde mir bewusst, dass wir die ganze Zeit im Kreis gefahren sind. Drei Stunden über Stock und Stein im Kreis! Ich konnt’s echt nicht glauben und war drauf und dran meinen „Road Captain“ zu feuern. Zu Daniels Verteidigung muss ich aber sagen, dass er komplett ohne brauchbares Kartenmaterial navigiert.
Mittlerweile war es 17:30 (18:00 geht die Sonne unter) und wir waren noch etwa 150km entfernt von Antigua. Das wäre an sich ja kein Problem gewesen, hätten wir nicht im Voraus ein Hostel gebucht (und bezahlt). Das machen wir ja normalerweise nicht, aber wir befinden uns in der Semana Santa (Osterwoche) und alle Unterkünfte sind schon Wochen vor den Feiertagen so gut wie ausgebucht. Natürlich gehen auch die Preise in die Höhe und wir hatten wenig Lust drauf das Geld für die erste Nacht zu verlieren. Wir erkundigten uns nach dem richtigen Weg und beschlossen es wenigstens zu versuchen. Aber als wär das Verfahren noch nicht genug gewesen, entschloss sich Yolanda uns auch noch ein paar Probleme zu machen. Sie weigerte sich anzuspringen. Vor zwei Monaten haben wir den Anlasser repariert und ihr eine neue Batterie verpasst und nun das schon wieder.
Daniel brachte mein Motorrad durch kräftiges Anschieben zum Laufen und wir fuhren noch etwa eine Stunde bis es richtig dunkel war. Aber dann siegte die Vernunft. Im Dunkeln fahren ist immer gefährlich, vor Allem weil wir den Zustand der Straße nicht kannten und in der Nacht durch Guatemala City zu fahren ist sicher auch keine gute Idee. Also entschieden wir uns für die erste Unterkunft die unseren Weg kreuzte. Das war ein „Auto Hotel“, der spanische Deckname für ein Stundenhotel, das kannten wir schon aus Mexiko. Und diese Art von Hotel ist auch wirklich nicht die schlechteste Option, denn man kann immer sicher parken (gleich neben dem Zimmer) was einem das Abpacken und Wiederaufpacken erspart und normalerweise sind sie sehr sauber.
Ich habe noch nie an einem diskreteren Ort genächtigt als hier. Während der ganzen Zeit haben wir nicht einen der Angestellten zu Gesicht bekommen. Es gab keine Rezeption, also fuhren wir einfach in eine der offen stehenden Garagen ohne zu wissen was wir als nächstes tun sollten. Das mussten wir auch nicht, denn sobald wir abgestiegen waren klingelte das Wandtelefon. Ich nahm ab und wir wurden durch die Prozedur gelotst. Garagentor zumachen, Treppe hochlaufen, Geld durch den Schlitz in der Tür stecken, selbige wird geöffnet und verschließt zugleich den Angestellteneingang, Essen und Getränke per Telefon bestellen und durch eine 2-Wege-Schublade in Empfang nehmen. Kinderspiel.
Joey









